Was passiert, wenn Sie nicht mehr arbeiten können?
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert Ihren monatlichen Lebensunterhalt, wenn Sie krankheits- oder unfallbedingt Ihren Beruf ganz oder teilweise aufgeben müssen.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, ist der erste Schritt. Entscheidend ist jedoch, welcher Versicherer im Ernstfall tatsächlich leistet und ob die Absicherung zu Ihrer persönlichen Situation und Ihrem Einkommen passt.
Das Wichtigste in Kürze:
Warum das Risiko real ist?
Wer nach dem 1. Januar 1961 geboren wurde, erhält vom Staat keine Berufsunfähigkeitsrente mehr. Stattdessen gibt es nur eine Erwerbsminderungsrente.
Dabei wird nicht geprüft, ob Sie Ihren bisherigen Beruf noch ausüben können. Entscheidend ist vielmehr, ob Sie grundsätzlich noch eine Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ausüben können.
Die häufigsten Ursachen für eine Berufsunfähigkeit.

Bei einem Dachdecker ist das Risiko unmittelbar nachvollziehbar. Bei einer rein kaufmännisch tätigen Person oder von Führungskräften, die überwiegend am Schreibtisch oder in einer aufsichtsführenden Funktion tätig sind, wird dies jedoch häufig unterschätzt.
Für wen ist eine Absicherung der Arbeitskraft sinnvoll?
Für jeden, der seinen Lebensunterhalt ganz oder überwiegend aus seiner eigenen Arbeitskraft finanziert.
Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie angestellt, selbstständig oder freiberuflich tätig sind. Auch die Höhe Ihres Einkommens ist nicht entscheidend. Wichtig ist, was passiert, wenn dieses Einkommen plötzlich nicht mehr da ist.
Angestellte
Das Einkommen finanziert meist den gesamten Lebensstandard, von Miete oder Finanzierung bis zur Altersvorsorge. Die gesetzliche Absicherung reicht dafür häufig nicht aus.
Selbstständige und Freiberufler
Das Einkommen hängt unmittelbar von der eigenen Arbeitskraft ab. Gleichzeitig besteht häufig nur ein eingeschränkter gesetzlicher Schutz.
Azubis und Studenten
Ein früher Abschluss kann sich lohnen, weil Alter und Gesundheitszustand den Beitrag und die Möglichkeiten bei der Aufnahme beeinflussen.
Beamte
Hier geht es um die Dienstunfähigkeit. Dafür gelten besondere Regelungen und Anforderungen.
Was bedeutet der Verlust der Arbeitskraft?
Nehmen wir an, Sie sind 30 Jahre alt und verdienen 3.000 Euro netto im Monat.
Bis zum 67. Lebensjahr entspricht das einem Einkommen von mehr als 1,3 Millionen Euro, ohne Gehaltssteigerungen.
Fällt Ihre Arbeitskraft weg, fällt damit auch ein erheblicher Teil Ihrer finanziellen Grundlage weg. Ersparnisse oder eine Immobilie können das Problem zwar abmildern, ersetzen aber kein laufendes Einkommen.
Fünf Fehleinschätzungen zur Berufsunfähigkeit
Viele Menschen verzichten auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung, weil sie das Risiko oder die Kosten falsch einschätzen.

„Mir wird schon nichts passieren.“
Das Risiko wird häufig unterschätzt. Nach Berechnungen der Deutschen Rentenversicherung liegt die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Erwerbslebens eine Erwerbsminderungsrente zu beziehen, für heute 20-Jährige bei etwa 20 bis 25 Prozent.
„Der Staat wird schon helfen.“
Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ist nur eine Basisabsicherung. Sie reicht häufig nicht aus, um den bisherigen Lebensstandard zu finanzieren. Zusätzlich kann eine volle Erwerbsminderungsrente mit weiteren staatlichen Leistungen ergänzt werden müssen.
„Eine Absicherung ist zu kompliziert.“
Eine betriebliche Arbeitskraftabsicherung lässt sich vergleichsweise einfach in bestehende Vorsorgelösungen integrieren. Der organisatorische Aufwand für Arbeitnehmer ist gering.
„Mit Vorerkrankungen bekomme ich keinen Versicherungsschutz.“
Auch bei Vorerkrankungen können Lösungen möglich sein. Bei bestimmten betrieblichen Absicherungen ist eine vollständige Gesundheitsprüfung nicht erforderlich oder entfällt innerhalb bestimmter Grenzen.
„Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist zu teuer.“
Die Kosten hängen stark von Alter, Beruf, Gesundheitszustand und gewünschter Leistung ab. Neben der klassischen Berufsunfähigkeitsversicherung können je nach Situation auch Grundfähigkeitsversicherungen oder andere Formen der Arbeitskraftabsicherung sinnvoll sein.
Worauf kommt es bei einem Vertrag an?
Im Leistungsfall entscheidet nicht allein der Beitrag darüber, wie gut eine Berufsunfähigkeitsversicherung funktioniert. Entscheidend sind die Bedingungen des Vertrags.
Wichtige Punkte sind insbesondere:
- Verzicht auf die abstrakte Verweisung
- Nachversicherungsgarantien, sowohl anlassbezogen als auch ohne konkreten Anlass
- Rückwirkende Leistung ab Beginn der Berufsunfähigkeit
- Beitrags- und Leistungsdynamik zum Ausgleich steigender Lebenshaltungskosten
- Eine Laufzeit bis zum regulären Rentenalter
- Eine echte Dienstunfähigkeitsklausel für Beamte
- Einkommensnachweise für Angestellte, Selbstständige und Freiberufler
- Mitversicherung von Verkehrsdelikten inkl. fahrlässiger Verstöße und Ordnungswidrigkeiten


Warum mit uns?
Wir vergleichen nicht nur Beiträge, sondern die Bedingungen verschiedener Versicherer und deren Eignung für Ihren konkreten Beruf und Ihre Situation.
Lars Bunk verfügt über mehr als 33 Jahre Erfahrung in der Versicherungsbranche mit einem Masterstudium im Versicherungsrecht und einer TÜV Zertifizierung als Risikomanager. Einen wesentlichen Teil seiner beruflichen Erfahrung hat er auf Versichererseite gesammelt.
Wenn Vorerkrankungen bestehen, prüfen wir mit einer anonymen Risikovoranfrage vor einem Antrag, bei welchen Versicherern eine Aufnahme zu welchen Bedingungen realistisch ist.
So gehen wir vor
Häufige Fragen
Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema Berufsunfähigkeit.
Sichern Sie Ihre Arbeitskraft
Ihre Arbeitskraft ist für viele Jahre die wichtigste Grundlage Ihres Einkommens.
Sichern Sie sie, solange Sie selbst über die Bedingungen entscheiden können.

